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invaded France across the Pyrenees. After long turmoil and after the defeat of the Arabs, the Frankish Empire grew strong in the 8th century under Charles Martel, Pepin the Younger and Charlemagne. The latter became Roman Emperor in the year 800, the legal successor of Augustus. But after his death, the great state disintegrated again; around 900 was the low point of Western culture and the Christian church.
And the Jews? Despite their dispersion, for these turbulent centuries, the verses from Schiller's "Bride of Messina" can be applied to them:
"The foreign conquerors come and go; we obey, but we remain."
There can be no talk of cruel persecutions of Jews by the tolerant Germanic conquerors. On the contrary, the Jews often succeeded, through their services as interpreters and their healing arts, through their business acumen, through their skill in acquiring and utilizing goods, in attaining high positions of trust. But time and again they drew the hatred of the people upon themselves: through their arrogance and mockery of Christianity, through their slave trade and the keeping of Christian slaves, through their parasitic, exploitative activity.
Especially instructive is the history of Spain, which was repeatedly celebrated by the Jews as their "second promised land." Here the Visigoths, when they conquered the country in the 5th century, found many rich Jewish communities. And when the conflict between the Germanic "heretics" and the Romanic (Welsch) orthodox later intensified, the Jews, in this dispute between the two Christian confessions, sided with the Goths and received great privileges in return. But with this, their arrogance grew, and when in the year 586 the Gothic king Reccared converted to the Roman Catholic Church, the reversal began. First, old laws were renewed:
Exclusion of Jews from public offices, Prohibition of marriage between Christians and Jews, Prohibition of owning Christian slaves.
In the year 612, it even came to an expulsion of the Jews; 90,000 are said to have been affected by it. - Later, the threatening danger of the Arabs led to ever harsher measures against the Jews. - Not without reason. For in fact, they had treasonously assisted the Arabs when they crossed the Strait of Gibraltar and defeated the Visigoths in the battle of Xeres de la Frontera (711).
Arab rule in Spain was a golden age for Judaism; Spain took over the leadership of all of world Jewry. Even today, too much is made of the simultaneous flourishing of Arab and Jewish science and education at that time. The Jews attained high positions of trust; their wealth grew, especially through the profitable slave trade. - Nevertheless, they were also an element of decomposition in the Spanish Arab state. With sure instinct, they observed since the 11th century the advances of the Christian kings of Castile and supported them through espionage.
Why should we not be allowed to say truthfully that the Jews, by their very nature, are incapable of being absorbed into a foreign people, of becoming loyal citizens,
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fielen über die Pyrenäen in Frankreich ein. Nach langen Wirren und nach Besiegung der Araber erstarkte im 8. Jahrhundert das Frankenreich unter Karl Martell, Pippin dem Jüngeren und Karl dem Franken. Letzterer wurde im Jahre 800 römischer Kaiser, Rechtsnachfolger des Augustus. Aber nach seinem Tode zerfiel der Großstaat wieder; um 900 war der Tiefstand der abendländischen Kultur und der chnstlichen Kirche. Und die Juden? Trotz ihrer Zerstreuung kann man für diese unruhigen Jahrhunderte die Verſe aus Schillers „Braut von Messina“ auf ſie anwenden: „Die fremden Eroberer kommen und gehen; wir gehorchen, aber wir bleiben stehen.“ Von grauſamen Judenverfolgungen durch die duldſamen germanischen Eroberer kann keine Rede ſein. Im Gegentheil, es glückte den Juden vielfach, durch ihre Dolmetscherdienste und Heilkünste, durch ihre geschäftliche Gewandtheit, durch ihre Geschicklichkeit im Beschaffen und Verwerten der Güter in hohe Vertrauensstellungen zu gelangen. Aber immer wieder zogen ſie ſich den Haß des Volkes zu: durch ihre Anmaaßung und Verhöhnung des Chnstentums, durch ihren Sklavenhandel und das Halten von chnstlichen Sklaven, durch ihre schmarotzende, ausbeutende Thätigkeit. Lehrreich ist beſonders die Geschichte Spaniens, das wiederholt von den Juden als ihr „zweites gelobtes Land“ gefeiert wurde. Hier fanden die Westgoten, als ſie im 5. Jahrhundert das Land eroberten, viele reiche Judengemeinden vor. Und als ſich später der Gegenſatz zwischen den germanischen „Ketzem“ und den romanischen (welschen) Rechtgläubigen verschärfte, stellten ſich in dieſem Streit zwischen den beiden chnstlichen Konfeſſionen die Juden auf die Seite der Goten und erhielten dafür große Vergünstigungen. Aber damit wuchs ihre Überheblichkeit, und als im Jahre 586 der Gotenkönig Rekkared zur römisch- katholischen Kirche übertrat, begann der Umschwung. Zunächst wurden alte Gefeße emeuert: Ausschluß der Juden von öffentlichen Ämtem, Eheverbot zwischen Chnsten und Juden, Verbot, chnstliche Sklaven zu beſitzen. Im Jahre 612 kam es ſogar zu einer Ausweiſung der Juden; 90.000 ſollen davon betroffen ſein. - Später führte die drohende Arabergefahr zu immer schärferen Maaßregeln gegen die Juden. - Nicht zu Unrecht. Denn tatſächlich ſind dieſe in landesverrätenscher Weiſe den Arabem behilflich geweſen, als ſie über die Straße von Gibraltar hinüberfuhren und die Westgoten in der Schlacht bei Xeres de la Frontera (711) beſiegten. Die Araberherrschaft in Spanien war eine goldene Zeit für das Judentum; Spanien übemahm die Führerherrschaft über das geſamte Weltjudentum. Es wird heute noch zu viel Wesens gemacht von der gleichzeitigen damaligen Blüte der arabischen und jüdischen Wiſſenschaft und Bildung. Die Juden gelangten in hohe Vertrauensstellungen; ihr Reichthum wuchs, beſonders durch den gewinnbnngenden Sklavenhandel. - Trotzdem waren ſie auch in dem spanischen Araberstaat ein Element der Zerſetzung. Mit ſicherem Instinkt beobachteten ſie ſeit dem 11. Jahrhundert die Fortschntte der chnstlichen Könige von Kastilien und unterstützten dieſe durch Spionage. Weshalb ſollen wir nicht wahrheitsgemäß ſagen dürfen, daß die Juden ihrem ganzen Weſen nach nicht imstande ſind, in einem fremden Volkstum aufzugehen, treue Staatsbürger zu - 42 -