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looks like for the Jewish people is shown by the stories in the First Book of Moses about the patriarchs Abraham, Isaac, Jacob, and of Jacob's son Joseph. Their religion is a contract of reciprocity, a business deal, a religion of calculation and bookkeeping¹). Just as Goethe felt outright "horror and terror" before the Yahweh in the books of Moses, so the sagas of Abraham, Isaac, and Jacob strike us Germans as something alien: an Aryan brain is incapable of inventing such tales.
*) Chamberlain calls the Jewish Yahweh "The Incarnation of Arbitrariness."
1. The Patriarchs
We hear that God chose Abraham from among all men, to have his favorite people descend from him. The tests of faith and obedience to which he is subjected by Yahweh strike us as alien. It is alien, offensive, and outrageous to our feeling that Abraham twice gives up his wife's honor to save his own life (Gen. 12 and 20). The Jewish historians took no offense at the "cleverness" of their pious patriarch, but rather recount with relish that Abraham was richly rewarded.
We read that the patriarchs wandered about with their large herds in the manner of nomads. Abraham himself repeatedly refers to himself as a "stranger in the land"; in a humble manner, he asks the Hittites for a burial place for his deceased wife Sarah. Indeed, being a stranger appears as a commandment from God: "Remain a stranger in the land where you come to take possession of it." This is a fundamental law of Judaism to this day: They remain strangers and never link their fate with a particular country, people, or state. Nevertheless, they are to become owners and masters. Abraham and "his seed" are promised all the land from Egypt to the Euphrates as property (Gen. 15:18). And later, the people of Abraham, Isaac, and Jacob received the proclamation upon their exodus from Egypt (Deut. 6:10 f.): "I am leading you into the land that I promised your fathers, and giving you large and beautiful cities that you did not build, and houses full of all good things that you did not fill, and hewn trees that you did not hew, vineyards and olive groves that you did not plant, and you eat and are satisfied." - Thus the Israelites came into their "property"¹) after their exodus from Egypt.
*) The historical core of these stories seems to be this: First, individual shepherds came with their servants and herds to seek pastures; they described themselves as "strangers," their behavior towards the settled inhabitants of the farmland and cities was respectful and humble. Later, when they were reinforced by ever new arrivals from the south, they fell upon the peaceful host peoples, by whom they themselves had been so kindly received, like plundering and murdering Bolshevik hordes.
And then the Jacob stories! With what relish are the accounts of Jacob's superior cunning written down (Gen. 25 ff.). With what pride the Jews call themselves "the seed of Jacob"! But can and should this patriarch, blessed by Jehovah, be presented to us Germans as a role model?
We think of the fraudulent acquisition of the birthright. In this saga, the entire history of the Jewish people is reflected. The mother Rebekah signifies the land of Canaan. Two kinds of peoples then live there. The Hebrews, who have come as strangers and supplicants for protection, know how to seize domination and the right of the firstborn for themselves²). As two
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bei dem jüdischen Volke ausſieht, das zeigen die im Ersten Buch Moſes stehenden Erzählungen von den Erzv_ä_tem Abraham, Iſaak, Jakob und von Jakobs Sohn Joſeph. Ihre Religion ist ein Vertrag auf Gegenſeitigkeit, ein Handel, eine Religion des Rechnens und der Buchführung¹). Wie Goethe vor dem Jahwe in den Büchem Moſes geradezu „Grauen und Schrecken“ empfand, ſo berühren uns Deutsche die Sagen von Abraham, Iſaak, und Jakob wie etwas Fremdartiges: ein ansches Gehim ist nicht imstande, ſolche Erzählungen zu ersinnen. ¹) Chamberlain nennt den jüdischen Jahwe „Die Inkamation der Willkür“. 1. Die Erzv_ä_ter Wir hören, daß Gott den Abraham aus allen Menschen auserwählt habe, um von ihm ſein Lieblingsvolk abstammen zu laſſen. Fremdartig berühren uns die Glaubens- und Gehorſamsproben, denen er von Jahwe unterworfen wird. Fremdartig, anstößig und empörend ist für unſer Gefühl, daß Abraham zweimal die Ehre ſeiner Frau preisgibt, um ſein eigenes Leben zu retten (1. Moſ. 12 und 20). Die jüdischen Geschichtsschreiber nahmen an der „Klugheit“ ihres frommen Erzv_ä_ters keinen Anstoß, erzählen vielmehr mit Behagen, daß Abraham noch reich beschenkt wurde. Wir leſen, daß die Erzv_ä_ter nach Nomadenart mit ihren großen Herden umherzogen. Abraham ſelbst bezeichnet ſich immer wieder als „Fremdling im Lande“; in demütiger Form bittet er die Hethiter um eine Grabstätte für ſeine verstorbene Frau Sara. Ja, das Fremdſein erscheint als ein Gebot Gottes: „Bleibe ein Fremdling in dem Lande, dahin du kommst, um es einzunehmen.“ Es handelt ſich hier um ein Grundgeſetz des Judentums bis zum heutigen Tage: Sie bleiben Fremdlinge und verknüpfen ihr Schickſal niemals mit einem bestimmten Land, Volk oder Staat. Dennoch ſollen ſie Eigentümer und Herren werden. Abraham und „ſeinem Samen“ wird alles Land von Ägypten bis zum Euphrat als Eigentum verheißen (1. Moſ. 15. 18). Und später erhielt das Volk Abrahams, Iſaaks und Jakobs beim Auszug aus Ägypten die Verkündigung (V. Moſ. 6, 10 f.): „Ich führe dich in das Land, das ich deinen Vätem verheißen, und gebe dir große und schöne Städte, welche du nicht gebaut, und Häuſer voll von allem Gut, die du nicht gefüllt und gehauene Bäume, die du nicht gehauen, Weinberge und Ölgärten, die du nicht gepflanzt, und du iſſest und wirst ſatt.“ - So kamen die Iſraeliten, nach ihrem Auszug aus Ägypten, in ihr „Eigentum“¹). ¹) Der geschichtliche Kem dieſer Erzählungen scheint folgender zu ſein: Erst kamen einzelne Hirten mit ihren Knechten und Herden, um Weideplätze zu ſuchen; ſie bezeichneten ſich ſelbst als „Fremdlinge“, ihr Verhalten gegenüber den geschafften Bewohnem des Ackerlandes und der Städte war ehrerbietig und demütig. Später, als ſie durch immer neue Zuzüge aus dem Süden verstärkt waren, fuhren ſie wie räubensche und mordende Bolschewikenhorden über die fnedlichen Wirtsvölker her, von denen ſie ſelbst ſo freundlich aufgenommen waren. Und dann die Jakob-Geschichten! Mit welchem Behagen ſind die Benchte von Jakobs überlegener Schlauheit niedergeschneben (I. Moſ. 25 ff.). Mit welchem Stolz nennen ſich die Juden „den Samen Jakobs“! Aber kann und darf dieſer von Jehovah geſegnete Erzv_ä_ter uns Deutschen als Vorbild hingestellt werden? Wir denken an die Erschleichung der Erstgeburt. In dieſer Sage spiegelt ſich die ganze Geschichte des jüdischen Volkes. Die Mutter Rebekka bedeutet das Land Kanaan. Zweierlei Völker wohnen dann. Die Hebräer, die als Fremdlinge und Schutzſlehende gekommen ſind, verstehen es, die Herrschaft und das Erstgeburtsrecht an ſich zu reißen²). Wie zwei - 29 -