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the new congress convened in Cassel at Pentecost 1886, at which a "General German Anti-Semitic Union" was founded, which was to extend over the entire Reich and encompass all different shades of anti-Semitism. The inner committee of the union included, among others, Dr. König, Dr. Paul Förster, v. Liebermann, and Fritsch. Furthermore, Dr. Böckel was elected to the committee, who had recently begun to develop a lively agitation in Hesse and, supported by the rampant exploitation of the rural population by the Jews, which was particularly evident in Hesse, and by the straightforward, open character of the Hessian population itself, found unusually fertile ground. Nowhere in the entire Reich did the broad mass of the population prove to be as receptive to anti-Semitic ideas as in Hesse, especially in Upper Hesse. Thus, Dr. Böckel succeeded on his first attempt in 1887 in conquering a Reichstag mandate in the Marburg district.
Unfortunately, it was not possible in the long run to bind Dr. B. to the endeavors of the General Anti-Semitic Union. When, in a committee meeting at Easter 1887, resolutions were passed regarding the further organization and activity of the union, and in particular a peaceful understanding with the Stöcker faction was emphasized, he protested
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- 333 - zu Pfingsten 1886 nach Cassel einberufene neue Congreß, auf welchem eine „Allgemeine deutsche antisemitische Vereinigung“ gegründet wurde, die sich über das ganze Reich erstrecken und alle verschiedenen Schattirungen des Antisemitismus umfassen sollte. Zu dem engeren Ausschusse der Vereinigung gehörten u. a. die Herren Dr. König, Dr. Paul Förster, v. Liebermann, Fntsch. Femer wurde in den Ausschuß gewählt Herr Dr. Böckel, der in letzter Zeit in Hessen eine rege Agitation zu entfalten begonnen hatte und, unterstützt von der gerade in Hessen stark zu Tage tretenden Auswucherung der Landbevölkerung durch die Juden und von dem geraden, offenen Charakter der hessischen Bevölkerung selbst, einen ungewöhnlich dankbaren Boden fand. Nirgends im ganzen Reiche erwies sich die breite Masse der Bevölkerung für die antiseinitischen Ideen so empfänglich, als gerade in Hessen, besonders in Oberhessen. So gelang es denn Herm Dr. Böckel, auf den ersten Anlauf im Jahre 1887 im Kreise Marburg ein Reichstags-Mandat zu erobem. Leider wollte es auf die Dauer nicht gelingen, Herm Dr. B. an die Bestrebungen der Allgem. antiſ. Vereinigung zu fesseln. Als in einer AusschußSitzung zu Ostem 1887 über die weitere Organisation und Thätigkeit der Vereinigung Beschlüsse gefaßt, besonders auch ein fnedliches Einvemehmen mit der Stöcker'schen Richtung betont wurde, protestirte