
Page 294 • Click to zoom
Page 294 of 436
at the last hour for whom they are working and for whom they have worked.
The Knights Templar had repeatedly involved themselves with the Jews in money matters. Through the Knights Templar, in fact, the entire financial operations of the Crusades, the mechanism of which is still so little known, were directed. They received the subsidies that the abbeys provided for the Christian armies. They made advances to the leaders and discounted the bills of exchange payable in Saint-Jean-d'Acre.
Now, any person, any society, any people of other origin that gets involved in money matters is lost; the money corrupts them without their benefiting from it. As long as the Jews could buy their lands directly from the knights who went to the Holy Land, the Jews dealt with them without intermediaries. But when the monarchy began to bring order to this usurious trade, they were forced to use the Knights Templar as front men. This explains the more apparent than real wealth of the Order of the Templars.
How did these knights, who fought for Christianity, these knights of Ptolemais and Tiberias, later come to dishonor the Cross of Christ in such a way? Mignard, in his very erudite work, attempted to explain the gradual moral decline of that order, specifically in his description of a remarkable money chest belonging to the Duke of Blacas. This chest was covered with cabalistic signs and Arabic inscriptions, as well as the principal Gnostic symbols, namely the signs of the seven-rayed star.
The doctrines that arose in the Jewish school in Syria, later spread by Manes, penetrated the Order of the Knights Templar, and thus the already defeated Manichaeism found entry among these servants, hitherto so devoted to the Christian faith. It has been proven by witnesses
Show Original German Text
--- 284 --- erst in leßter Stunde klar wird, für wen ſie arbeiten und für wen ſie gearbeitet haben. Die Tempelntter haben ſich zu wiederholten Malen mit den Juden in Geld-Angelegenheiten einzulaſſen. Durch die Tempelherren wurden in der That die geſammten Geld- Operationen in den Kreuz-Zügen, deren Mechanismus man noch ſo wenig kennt, geleitet. Sie nahmen die Zuschüſſe in Empfang, die die Abteien für die chnstlichen Heere leisteten. Sie machten den Führem Vorschüſſe und diskontirten die in Saint-Jean-d’Acre zahlbaren Wechſel. Nun, jede Perſon, jede Geſellschaft, jedes Volk anscher Herkunft, das ſich in Geld-Geschäfte einläßt, ist verloren; das Geld verderbt ſie, ohne daß ſie Nußen davon haben. So lange die Juden den Rittem, die nach dem heiligen Lande zogen, ihre Ländereien direkt abkaufen konnten, handelten die Juden mit dieſen unvermittelt. Aber als das Königthum an- fing, Ordnung in dieſen wuchenschen Handel zu bnngen, waren ſie genöthigt, ſich der Tempelherren als vorgeschobener Perſonen hierbei zu bedienen. Hieraus erklärt ſich der mehr scheinbare als wirkliche Reichthum des Templer-Ordens. Wie kamen später dieſe Ritter, die für das Chnstenthum fochten, dieſe Ritter von Ptolemais und Tibenas dazu, das Kreuz Chnsti ſo zu entehren? Mignard hat in ſeiner ſehr gelehrten Arbeit verſucht, den allmäligen, moralischen Ver- fall jenes Ordens zu erklären, und zwar gelegentlich der Be- schreibung eines merkwürdigen, dem Herzog von Blocas ge- hörenden Geldkoffers. Dieſer Koffer war mit kabalistischen Zeichen und arabischen Inschnften, ſowie mit den hauptſäch- lichsten gnostischen Symbolen, nämlich den Zeichen des ſieben- strahligen Stemes, bedeckt. Die in der jüdischen Schule in Synen entstandenen, später durch Manes verbreiteten Lehren, drangen in den Tempelherren-Orden ein, und ſo fand das schon beſiegte Manichäerthum Eingang bei dieſen, dem chnstlichen Glauben biſlang ſo ergebenen Dienem. Es ist durch Zeugen erwiesen