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27 Wilser had undertaken to provide a developmental-historical justification for the higher "psycho-physical" organization of the Germanics based on cosmic conditions. We quote in the following the relevant section of his book:*
"On the outermost Nordic coasts, the adaptation of aquatic animals to life on land took place; there also, partly due to the fluctuations in the distribution of water and land, partly due to the steadily decreasing warmth, were given the most numerous and effective impulses for the unstoppable further development of living beings, and precisely the restriction of the habitat, in conjunction with their own propagation, drove them to repeated emigrations, gradually flooding and populating all accessible lands. The first emigrants were, of course, at the lowest stage of development, the last at the highest. — — —
"The increasing cold, forcing ever new adaptations, above all an increase in blood temperature, was the common cause for the ascending evolution of living beings, as well as for the Ice Age, caused by the immense precipitation from the formerly much warmer and therefore more water-vapor-rich air, and for the rise in sea level. — — —
"If the assumed hearth of formation for the higher animals had been surrounded on all sides by mainland with paths passable for the emigrants in all directions, then the most highly developed vertebrates would have to be found in the center, and the lowest, by contrast, in the outermost peripheral belt. Since the expansion, however, could only take place in one direction, we find these only in the south, mainly in countries that, due to early separation, were no longer accessible to later waves and where therefore the first immigrants did not have to endure a struggle for existence with more highly developed and thus superior congeners. Such countries are New Zealand, Australia, Madagascar, the southern tip of America, where lungfish, the tuatara, the kiwi bird, prototherians, marsupials, and prosimians still live. That precisely in these latitudes
*Wilser, Die Germanen; 1904.
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27 Wilser hatte es untemommen, die höhere „psycho- physische“ Organisation der Germanen aus kosmischen Ver- hältnissen heraus entwicklungsgeschichtlich zu begründen. Wir zitieren im folgenden den betreffenden Abschnitt seines Buches:* „An den äußersten Nordlandsküsten hat die Anpassung von Wassertieren an das Leben auf dem Lande stattgefunden, dort waren auch, teils durch die Schwankungen in der Verteilung von Wasser und Land, teils durch die stetig abnehmende Wärme, die meisten und wirksamsten Anstöße zur unaufhaltsamen Fort- entwicklung der Lebewesen gegeben und gerade die Einschrän- kung des Wohngebietes, im Verein mit der eigenen Vermehrung, tneb diese zu wiederholten, allmählich alle zugänglichen Lande überflutenden und bevölkemden Auswanderungen. Die ersten Auswanderer standen selbstverständlich auf niederster, die letzten auf höchster Entwicklungsstufe. — — — „Die zunehmende, zu immer neuen Anpassungen, vor allem zur Erhöhung der Blutwärme zwingende Kälte war die gemein- same Ursache für die aufsteigende Entwicklung der Lebewesen, wie für die durch die ungeheuren Niederschläge aus der früher viel wärmeren und darum wasserhaltigeren Luft hervorgerufene Eiszeit und für die Erhöhung des Meeresspiegels. — — — „Wäre der angenommene Bildungsherd der höheren Tiere nngsum von Festland mit nach allen Seiten für die Auswanderer gangbaren Wegen umgeben gewesen, so müßten in der Mitte die am höchsten stehenden, am äußersten Randgürtel dagegen die niedersten Wirbeltiere anzutreffen sein. Da die Ausbreitung aber nur nach einer Richtung stattfinden konnte, finden wir diese nur im Süden, hauptsächlich in Ländem, die wegen früh- zeitiger Lostrennung späteren Wellen nicht mehr zugänglich waren und wo daher die ersten Einwanderer keinen Kampf ums Dasein mit höher entwickelten und darum überlegenen Art- genossen zu bestehen hatten. Solche Länder sind Neuseeland, Australien, Madagaskar, die Südspitze von Amenka, wo noch die Lungenfische, die Brückenechse, der Vogel Kiwi, Ursäuger, Beuteltiere und Halbaffen leben. Daß gerade in diesen Breiten *Wilser, Die Germanen; 1904.