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The milieu theorists turn the matter around. They declare it improbable that long-headed races followed short-headed ones everywhere. It is rather to be assumed that the long-head transformed under external or internal influences into a short-head. A direct influence of mountain life has been advocated above all by Ranke. One also considers here that the broad skull depends on the broad chest, as conditioned by mountain life, so that the narrow form of city dwellers might be explained by a narrowing of the chest.* Furthermore, however, the increase in brachycephaly is also associated with stronger brain pressure corresponding to an intensified intellectual life. The results of animal breeding speak for the influence of nutrition, in that, as Lissauer reports, experiments on
- When we compare the people in our daily environment with one another, we find dainty and slender figures alongside plump, stocky ones. The former usually also have a shorter, the latter a more considerable body height. The head and facial structure usually also correspond to the physique, in that plump, stocky, and short people have a relatively large head and a broad, short face, while dainty, slender, and tall people have a relatively small head and a narrow face. Bälz is of the opinion that until now, far too little attention has been paid to the close connection between head and body structure. Fritsch made the same observation earlier in his book on the South African peoples. He compares the slender, often meager figures of the free Negro tribes with the type of the wild animal, the stocky and thicker Negroes in the European settlements with that of the domestic animal. Bälz has made the remark that the slender build is characteristic of the long-heads, the stocky one of the short-heads, so that he would prefer to classify them as Dolichanthropes (long-people) and Brachyanthropes (short- people). (Stratz). Recently, a physiological explanation of these relationships has been attempted. F. Reuter published a treatise in the Archive for Racial and Social Biology (Vol. V, Issue IV), the tenor of which is as follows: "The cerebral cortex is the nervous repetition and re-representation of the body; each body part is represented according to its nervous relations in a specific field of the cerebral cortex. It seems obvious to imagine the greater or lesser mass development of a body part or sensory organ, its different length and breadth development in a
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Die Milieutheoretiker drehen die Sache um. Sie erklären es für unwahrscheinlich, daß überall langköpfige Rassen den kurzköpfigen gefolgt seien. Es sei eher anzunehmen, daß der Langkopf sich unter äußeren oder inneren Einwirkungen in einen Kurzkopf verwandelt habe. Einen direkten Einfluß des Gebirgslebens hat vor allem Ranke vertreten. Man denkt hiebei auch daran, daß der breite Schädel vom breiten Brustkorb, wie er durch das Gebirgsleben bedingt wird, abhänge, so daß die schmale Form der Städter vielleicht mit der Brustverengung zu erklären sei.* Weiters wird aber die Zunahme der Brachy- cephalie auch mit dem einem gesteigerten Geistesleben entspre- chenden stärkeren Gehimdruck in Zusammenhang gebracht. Für den Einfluß der Emährung sprechen die Resultate der Tier- züchtung, indem, wie Lissauer mittheilt, durch Expenmente an * Wenn wir die Menschen unserer täglichen Umgebung miteinander vergleichen, finden wir neben plumpen, gedrungenen Gestalten zierliche und schlanke. Die ersteren haben meist auch eine kleinere, die letzteren eine ansehnlichere Körperhöhe. Der Körperbildung entspncht gewöhnlich auch die Kopf- und Gesichtsbildung, indem die plumpen, gedrungenen und kleinen Menschen einen verhältnißmäßig großen Kopf und ein breites, kurzes Gesicht, die zierlichen, schlanken und großen Menschen aber einen ver- hältnißmäßig kleinen Kopf und ein schmales Gesicht besitzen. Bälz ist der Ansicht, daß bisher lange nicht genug auf den engen Zusammenhang zwischen Kopf- und Körperbildung geachtet wurde. Fntsch hat in seinem Buch über die südafnkanischen Völker schon früher die gleiche Beobachtung gemacht. Er vergleicht die schlanken, oft dürftigen Gestalten der freien Negerstämme mit dem Typus des wilden Tieres, die gedrungenen und dickeren Neger in den europäischen Nieder- lassungen mit dem des Haustieres. Bälz hat die Bemerkung gemacht, daß die schlanke Bildung den Langköpfen, die untersetzte den Kurzköpfen eigen ist, so daß er sie am liebsten in Dolichanthropen (Langmenschen) und Brachyanthropen (Kurz- menschen) einteilen möchte. (Stratz). In letzter Zeit wurde eine physiologische Aufklärung dieser Verhält- nisse versucht. F. Reuter veröffentlichte im Archiv für Rassen- und Gesell- schaftsbiologie (Jahrg. V, Heft IV) eine Abhandlung, deren Tenor fol- gender ist: ,,Die Großhimnnde ist die nervöse Wiederholung und Neudarstellung des Körpers; jeder Körperteil ist seinen nervösen Beziehungen nach auf einem bestimmten Großhimnndenfeld vertreten. Es liegt nahe, daß man sich die größere oder genngere Massenentwicklung eines Körperteils oder Sinnesorgans, seine verschiedene Längen- und Breitenentwicklung in einem