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66 enjoyed a more impartial and unprejudiced view. In his book "Political Anthropology," he wrote the following at the time:
"As many arguments and considerations as there are in favor of the fact that light-skinned, blond, and blue-eyed people all stem from one primordial race, and that the light elements observed now and then in darker tribes are to be traced back to ancient blood mixtures, it is nevertheless not out of the question that some cases must be understood as parallel variations. The blond Germanoid primordial race is undoubtedly the product of telluric and climatic selection; but other causes could also be at work which inhibit pigment deposition. Albinism and red-headedness are observed in all dark races, even among Negroes and Indians, and it is entirely within the realm of possibility that a weaker albinism, which need not be regarded as pathological, occurs in more numerous individuals for as yet unknown reasons and spreads through inbreeding and heredity. Thus, much speaks for the assumption that a large part of the blond Jews did not emerge from a blood infusion from Nordic tribes, but from an inherent variation of the Hittite race."
Indeed, we fully agree with this view of Woltmann's. We believe that the uncommonly numerous convergent formations are not dependent on such an artificial interpretation as was given to them by Woltmann's school. In nature, small deviations of single individuals or groups of individuals from the usual form always appear as just as many seeds, which can develop further under changed conditions of existence and supplant older states. Thus, in civilized man, apparent advantages such as sharp eyes, powerful muscles, strong teeth, and a fine sense of smell are found ever more rarely or are lost, because they have forfeited their importance for the new conditions of life. In contrast, new neural pathways unfold, which make possible the seemingly most complex utilization of physical abilities and enhance mental activity.
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66 eines unbefangeneren und vorurteilsfreieren Blickes erfreute. In seinem Buch „Die politische Anthropologie“ schneb er da- mals folgendes: „So viele Argumente und Erwägungen dafür sprechen, daß die hellhäutigen, blonden und blauäugigen Menschen alle einer Urrassse entstammen, und daß die hellen Elemente, die man hin und wieder bei dunkleren Stämmen beobachtet, auf uralte Blutmischungen zurückzuführen sind, so ist es doch nicht ausgeschlossen, daß manche Fälle als Parallelvanationen auf- gefaßt werden müssen. Die blonde germanoide Urrasse ist zwei- fellos durch tellunsche und klimatische Auslese entstanden; aber es könnten auch noch andere Ursachen wirksam sein, welche die Farbstoffablagerung hemmen. Albinismus und Rothaang- keit werden bei allen dunklen Rassen, selbst bei Negem und Indianem beobachtet, und es liegt durchaus im Bereiche der Möglichkeit, daß ein schwächerer Albinismus, der ja nicht ge- rade als pathologisch angesehen zu werden braucht, bei zahl- reicheren Individuen aus noch unbekannten Ursachen auftntt und sich durch Inzucht und Vererbung ausbreitet. So spncht manches für die Annahme, daß ein großer Teil der blonden Juden nicht aus einem Bluteinschlag von nordischen Stämmen, sondem aus einer Eigenvanation der hethitischen Rasse hervor- gegangen ist.“ In der Tat stimmen wir mit dieser Ansicht Woltmanns völlig überein. Wir glauben, daß die ungemein zahlreichen Kon- vergenzbildungen nicht auf eine so gekünstelte Deutung ange- wiesen sind, wie sie ihnen von der Schule Woltmanns gegeben wurde. In der Natur erscheinen stets kleine Abweichungen ein- zelner Individuen oder Individuengruppen von der üblichen Bildung als ebensoviele Keime, die unter veränderten Daseins- bedingungen sich weiter ausbilden und ältere Zustände ver- drängen können. So finden sich beim Kulturmenschen schein- bare Vorzüge, wie ein scharfes Auge, kräftige Muskeln, ein starkes Gebiß, ein feiner Geruch immer seltener oder gehen verloren, weil sie an Wichtigkeit für die neuen Lebensbedin- gungen eingebüßt haben. Dagegen entfalten sich neue Nerven- bahnen, die die scheinbar verwickeltste Ausnützung körperlicher Fähigkeiten möglich machen und die geistige Tätigkeit steigem.